Forschung an der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM)

Die Forschung an der ZSM kann als in Deutschland führend und international be- und geachtet bezeichnet werden. Im Zentrum der wissenschaftlichen Fragestellungen steht das umfassende Verständnis tierischer Diversität, die dazu relevante Disziplin nennt sich Zoosystematik: wie sind die Einheiten (Tierarten) am besten zu definieren und zu identifizieren? Wie ist diese Vielfalt in Raum (Biogeographie) und Zeit (Phylogenese) entstanden, und wie entstehen eigentlich neue Arten? Und last but not least: Wie sieht die aktuelle Dynamik der Diversität in Bezug auf Verlust (Artensterben) und Zugewinn (Neozoen) aus? Dabei sind die riesigen zoologischen Sammlungen sowohl Ergebnis der Forschungsarbeiten (Belege) als auch Ausgangspunkt für neue Fragestellungen und Untersuchungen.

zsmMethodisch vertritt die ZSM eine "Integrative Systematik und Taxonomie", verschiedenste Informationen (Morphologie, Physiologie, Ökologie, zytogenetische und molekulare Daten) werden in die Analysen einbezogen. Dafür sind z.T. anspruchsvolle Bildgebungsverfahren (z.B. Elektronenmikroskopie, 3D-Morphologie, µCT und digitales Röntgen) und genetische Analysen mit molekularbiologischen Methoden notwendig. Zugleich integrieren die Wissenschaftler taxonomisch-systematische Erkenntnisse in allgemeine Fragen der Evolutionsforschung, Phylogeographie und des Natur- und Artenschutzes.

DNA-Barcoding-Projekte der ZSM: 

DNA-Barcoding: http://barcoding-zsm.de
Insgesamt wurden im Rahmen des Barcoding Fauna Bavarica Projekts bisher fast 50% aller bayerischen Tierarten (ca. 35.000) erfasst. Kataloge für viele Teilgruppen wie Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken, Wirbeltiere, etc. werden bereits in der Praxis eingesetzt. Weltweit gesehen ist die ZSM nach der „Zentrale“ in Guelph (Kanada) zweitgrößter Datenprovider beim International Barcode of Life Projekt (iBOL) (www.ibol.org).

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BIOTOPIA - Naturkundemuseum Bayern

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